Ruhr-Konferenz Themenforums #Chancen, #Vielfalt, #Aufstieg

Im Fokus des Themenforums #Chancen, #Vielfalt, #Aufstieg des MKFFI stand die Frage, wie die gezielte Förderung von „Talenten“ und Potenzialen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte die Integration voranbringt und das soziale Miteinander stärkt.

Die Auftaktveranstaltung am 8. April 2019 befasste sich mit dem Thema Talentförderung und Wertevermittlung im Sport

Bei der Vermittlung von Werten kann Sport eine wichtige Rolle spielen. Im Sport begegnen sich Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft. Er schafft Verständigung und baut wechselseitige Vorurteile im gemeinsamen Erleben ab.

A45: Startschuss für Neubau von zwei Brücken bei Hagen

Hagen/Siegen (straßen.nrw). 38 Großbrücken machen die A45 im Sauerland nicht nur zu der Autobahn mit dem höchsten Großbrückenanteil in Deutschland, sondern auch zu einem Mega-Projekt beim sechsspurigen Ausbau. Bei vier dieser Brücken läuft der gesamte Verkehr heute zudem auf nur einem Bauwerk. Der Verkehr kann bei einem Ersatzneubau also nicht auf eine Hälfte umgelegt werden. Die Talbrücke Brunsbecke gehört mit einer Länge von 540 Metern zu diesen einteiligen Bauwerken. Sie wird gemeinsam mit der direkt im Anschluss liegenden Talbrücke Kattenohl nun neu gebaut. Am Mittwoch, 3. April, haben der Ministerialdirigent im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Gerhard Rühmkorf, und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst gemeinsam mit Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek den ersten Spatenstich für beide Ersatzneubauten unternommen.

Vorbereitende Arbeiten laufen bereits
„Die Sauerlandlinie verbindet eine der großen wirtschaftsstarken Regionen Nordrhein-Westfalens mit dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet. Für die Unternehmen hier ist eine funktionierende Infrastruktur lebenswichtig. Mit den Ersatzneubauten machen wir die A45 in diesem Bereich wieder leistungsfähig“, sagte Gerhard Rühmkorf, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, beim Spatenstich im Schatten der Talbrücke Kattenohl.

Der symbolische Akt erfolgte an einer Stelle, an der schon seit Monaten die Bagger unterwegs sind. Denn bevor mit dem eigentlichen Brückenbau begonnen werden kann, mussten die beiden Baustellen zunächst umfangreich erschlossen werden. Baustraßen wurden angelegt, Standflächen für die Krane erschlossen und Lagerflächen in dem zum Teil sehr steilen Gelände geschaffen. Gut fünf Millionen Euro sind so im Vorfeld der Baumaßnahme investiert worden. Unter anderem auch in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Versorger, um die Großbaustelle an Strom und Wasser anzuschließen.

Die Brücken aus den 1970er Jahren sind der enorm gestiegenen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsenen. Dass sie mit dem sechsspurigen Ausbau der A45 erneuert werden müssen, ist allen in der Region bewusst. Doch das Bauprojekt darf die Lebensader Südwestfalens nicht über Jahre lahmlegen. „Es wurde innerhalb eines Jahres Baurecht geschaffen“, sieht NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst das Projekt auf einem guten Weg und betont, dass zudem früh das Gespräch mit Wirtschaft, Verbänden und Bürgern gesucht wurde. „Die frühzeitige Bürgerbeteiligung zahlt sich bei solch großen Infrastrukturprojekten aus. Wie das gehen kann, zeigen die Mitglieder im Beirat Masterplan A45 gemeinsam mit der Projektgruppe A45 von Straßen.NRW.“

Brückenhälfte wird verschoben
Die Talbrücke Kattenohl ist eine zweiteilige Talbrücke. Der Verkehr kann deshalb jeweils über die eine Hälfte der Brücke geführt werden, während die andere Hälfte der Brücke abgerissen und neu gebaut wird. Für die Verkehrsteilnehmer bleiben dabei jeweils zwei Fahrspuren für jede Richtung erhalten.

Die Brücke Brunsbecke ist eine einteilige Brücke. Beim Neubau muss deshalb anders verfahren werden. Die alte einteilige Brücke wird durch eine zweiteilige Brücke ersetzt. Hier wird zunächst der Brückenüberbau einer neuen Hälfte auf Hilfspfeilern neben der alten Brücke errichtet. Dorthin wird der Verkehr umgeleitet, während die alte Brücke komplett abgerissen und an gleicher Stelle die zweite Hälfte der neuen Brücke gebaut wird. Daneben werden schließlich die Brückenpfeiler für die andere Neubauhälfte errichtet. Dorthin wird anschließend der Brückenüberbau von den Hilfspfeilern verschoben.

Der Neubau der beiden Brücken wird zeitgleich so erfolgen, dass der Verkehr auf der Strecke mit entsprechenden Umleitungen immer über beide Brücken laufen kann.

„Der Ersatzneubau dieser beiden Brücken ist ein wichtiger Schritt hin zu einer sechsspurig ausgebauten A45 mit leistungsfähigen Brücken, die auch den Schwerverkehr wieder aufnehmen können“, sagte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek. Dass die Dimension der Doppelbaumaßnahme Auswirkungen auf die Ökologie habe, sei dem Landesbetrieb bewusst. „Die topografische Situation macht schon bei der Bauvorbereitung einen großen Eingriff in die Natur notwendig. Wir bauen zudem im geschützten Bereich der Brunsbecke“, sieht Straßen.NRW-Direktorin eine wichtige Aufgabe darin, entsprechende Ausgleichsflächen zu schaffen. Erste Waldumbaumaßnahmen im Bereich Listerhof sind schon in Angriff genommen. Wanderfalken, die an den alten Brücken nisten, werden zunächst umgesiedelt und bekommen anschließend neue Brutmöglichkeiten an den Ersatzneubauten.

Hintergrund
Für den Ausbau der A45 gibt ein es Gestaltungskonzept. Die Farbgebung von Brücken und anderen Bauwerken wie Lärmschutzwänden oder Stützen sollen für Orientierung sorgen. Im Norden dominiert Blau, in der Mitte Gelb und im Süden Rot.

Als die A45 Anfang der 1970er Jahre für den Verkehr freigegeben wurde, war sie für rund 30.000 Kfz pro Tag gebaut worden. Heute nutzen die A45 täglich mehr als 70.000 Fahrzeuge, davon sind bis zu 16.000 Lkw. Die sind nicht nur weit zahlreicher, sondern auch weit schwerer als zur Zeit des Baus der A45. Heute sind Gesamtgewichte bis zu 40 Tonnen im Normalverkehr üblich.

Der Neubau der Brücke Kattenohl ist mit 25,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Talbrücke Brunsbecke soll 71,6 Millionen Euro kosten. Für den sechsspurigen Ausbau der Anschlussbereiche vor, zwischen und hinter den Brücken investiert der Bund darüber hinaus 19,7 Millionen Euro.

Text:Pressemitteilung:Strassen NRW

Kluterthöhlensystem ist zweites Nationales Naturmonument

Am 2.4  gab Ministerin Heinen-Esser das Kluterthöhlensystem in Ennepetal als zweites Nationales Naturmonument in Nordrhein-Westfalen bekannt. Ministerin Heinen-Esser: „Das Höhlensystem ist eine einzigartige Naturerscheinung von bizarrer Schönheit. Die Ausweisung als Nationales Naturmonument unterstreicht seine bundesweite Bedeutung als naturgeschichtliches Zeugnis und Lebensraum für seltene Tierarten. Zudem besuchen Patienten mit Atemwegserkrankungen oder Allergien die Kluterthöhle um in der Höhlenluft ihre Beschwerden zu lindern.“

Das Kluterthöhlensystem in Ennepetal ist nach den Bruchhauser Steinen das zweite Nationale Naturmonument in Nordrhein-Westfalen. Bundesweit gibt es mit den Ivenacker Eichen in Mecklenburg- Vorpommern und dem „Grünen Band“ in Thüringen bislang nur zwei weitere Gebiete dieser Kategorie. Das Millionen Jahre alte, aus mehreren Höhlen bestehende System, hat eine Ganglänge von 7.600 Metern. Es handelt sich um einen auch im europaweiten Vergleich außerordentlich gut erhaltenen Aufschluss eines versteinerten Korallenriffs. Ein faszinierender Reichtum an versteinerten Lebewesen kann dort intakt und dreidimensional entdeckt werden.

Über die geologische Bedeutung hinaus ist das Kluterthöhlensystem heute für den Artenschutz von Bedeutung da seltene, grundwasserbewohnende Tierarten von den besonderen hydrologischen Verhältnissen profitieren. Ein Teil des beeindruckenden Gangsystems ist für Besucherinnen und Besucher erschlossen und wird aufgrund des konstanten Höhlenklimas und der besonderen Luftzusammensetzung auch für Speläotherapie-Angebote genutzt.

Ministerin Heinen-Esser: „Die Kluterthöhle hat gleich eine dreifache Bedeutung: Sie ist Millionen Jahre altes Zeugnis eines versteinerten Korallenriffs, sie ist Lebensstätte für grundwassergebundene Tierarten und sie ist ein lokaler Publikumsmagnet“. Um der Empfindlichkeit und dem besonderen Schutzzweck Rechnung zu tragen, werden Besucher der Kluterthöhle von sachkundigen Höhlenführern begleitet.

„Das Kluterthöhlensystem ist ein Schatz vor unserer Haustüre. Die Anerkennung als Nationales Naturmonument ist gleichzeitig auch eine Anerkennung für alle Beteiligten, die sich für die Bewahrung und schonende Erschließung des Höhlensystems einsetzen“, freut sich Imke Heymann, Bürgermeisterin der Stadt Ennepetal. Die Initiative zur Ausweisung des Kluterthöhlensystems als Nationales Naturmonument ging gemeinsam von der Stadt Ennepetal, vom gemeinnützigen Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. und der Kluterthöhle und Freizeit GmbH und Co KG sowie zahlreichen Unterstützern aus.

Hintergrund:
Nationale Naturmonumente sind geschützte Gebiete, die laut Bundesnaturschutzgesetz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung sind.

Text:Pressemitteilung Pressestelle Landesregierung

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